21. Januar 2016, 09:56

Krankenversicherung für Katzen: sinnvoll oder überflüssig?

Aufgrund der zahlreichen Versicherungen, die heutzutage am Markt angeboten werden, wissen vielleicht auch Sie nicht genau, welches der Angebote eigentlich sinnvoll ist und auf welche Versicherung Sie verzichten können. Auf der einen Seite existieren einige Versicherungsarten gibt, die unbestritten für nahezu jeden Verbraucher sinnvoll sind, wie zum Beispiel die Privathaftpflichtversicherun­g, die Berufsunfähigkeitsversicheru­ng und natürlich auch die gesetzliche bzw. private Krankenversicherung. Auf der anderen Seite gibt es aber auch zahlreiche Versicherungsarten, bei denen der Nutzen nicht so eindeutig feststeht.

Tierversicherungen bieten Absicherung für Hund oder Katze

Zu den Versicherungen, die in den vergangenen Jahren durchaus einen höheren Zuspruch verzeichnen konnten, gehören unter anderem die Tierversicherungen. Unter diesem Oberbegriff werden insbesondere die folgenden Versicherungsarten zusammengefasst:

  • Tierhaftpflichtversicherung
  • Tierkrankenversicherung
  • Unfallversicherung für Tiere

In erster Linie handelt es sich um eine Versicherung, die entweder für Hunde oder für Katzen angeboten wird. Während die Tierhalterhaftpflicht-Versic­herung vorrangig für Hunde oder auch Pferde angeboten wird, können sich Katzenbesitzer auch für eine Krankenversicherung entscheiden. Diese wird in aller Regel in zwei Varianten angeboten, nämlich als Vollkrankenversicherung für Katzen sowie als OP-Kostenversicherung. Bevor Sie sich allerdings für eine der zwei Varianten entscheiden, sollten Sie zunächst die vor minus und Nachteile kennen und eine Entscheidung treffen, ob eine Krankenversicherung für Katzen überhaupt infrage kommt.

Die Leistungen der Krankenversicherung für Katzen

Im Prinzip ist die Krankenvollversicherung für Katzen mit einer privaten Krankenversicherung für Menschen vergleichbar. Konkret heißt das, dass die Versicherung - mitunter allerdings nur bis zu einem jährlichen Höchstbetrag - die Kosten für medizinisch notwendige Behandlung Ihres Vierbeiner übernimmt. Ob sich eine derartige Katzen-Krankenversicherung lohnt, hängt auch nach Auffassung von Finanzredakteur Oliver Schoch in erster Linie davon ab, ob die Versicherung im Laufe der Jahre öfter oder bei kostspieligeren Behandlungen beansprucht wird. Bleibt Ihre Katze - was natürlich zu hoffen ist - über viele Jahre hinweg gesund, werden Sie sich eventuell darüber ärgern, dass Sie eine Katzenkrankenversicherung abgeschlossen haben. Dies ist jedoch die Eigenschaft einer jede Versicherung, sodass Sie sorgfältig abwägen sollten, ob Sie in der Krankenversicherung für Katzen eine ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sehen.

Was den Beitrag angeht, so müssen Sie bei der Variante Krankenvollversicherung für Katzen mit Kosten von monatlich durchschnittlich zwischen 15 und 25 Euro rechnen. Dabei sind es insbesondere die folgenden Faktoren, von denen der Beitrag abhängt:

  • Alter des Tieres
  • vereinbarte maximale Leistung pro Jahr
  • individuelle Tarifinhalte

OP-Kostenversicherung als günstigere Alternative

In den meisten Fällen sind es vor allem Operationen, die mit die höchsten Kosten im Bereich der Behandlung von Katzen verursachen. Daher kann die reine OP-Kosten-Versicherung eine gute Alternative zu Krankenvollversicherung für Katzen sein. Der große Vorteil besteht darin, dass die OP-Kostenversicherung schon zu einem deutlich günstigeren Beitrag zu erhalten ist, der sich durchschnittlich zwischen acht und zwölf Euro im Monat bewegt. Auch hier sind es natürlich vor allem die individuellen Tarifmerkmale und die verschiedenen Anbieter, welche zu Unterschieden in den Beiträgen führen. Daher ist es auch in diesem Bereich sinnvoll, einen ausführlichen Vergleich der Katzenkrankenversicherungen vorzunehmen.

Fazit: Entscheiden sollten Sie individuell!

Grundsätzlich kann weder pauschal festgehalten werden, dass die Krankenversicherung für Katzen für jeden Katzenhalter sinnvoll ist, noch wäre es falsch, diese Versicherung pauschal als überflüssig zu bezeichnen. Letztendlich müssen Sie aufgrund Ihrer individuellen Situation selbst entscheiden, ob Sie diese Absicherung haben möchten und Ihre Katze damit auch im Fall einer kostspieligeren Behandlung bestens abgesichert wissen möchten.

Autor: Finanzredakteur Oliver Schoch

Redakteur




19. Januar 2016, 11:10

Anlegen & Sparen - was ist für 2016 zu erwarten?

In diesem Jahr waren vor allem Anleger und Sparer arg gebeutelt, die zwar einerseits sicher investieren, andererseits aber dennoch nicht auf gute Renditen verzichten wollten. Gegen Jahresende bewegen sich die Zinsen im Bereich Spareinlagen, Tagesgelder sowie Festgeldkonten nach wie vor auf einem geringen Niveau. Viele Anleger und Sparer fragen sich, ob sich diese Tendenz auch in 2016 fortsetzen wird.

Sichere Geldanlagen: Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen

Im kommenden Jahr wird es nach wie vor nur wenige Anlageformen geben, die als extrem sicher gelten dürfen. Es handelt sich dabei in erster Linie um:

  • Spareinlagen
  • Festgelder
  • Tagesgelder
  • Sparbriefe

Lediglich diese Anlagen, wobei Sie bei Sparbriefen noch auf das Vorhandensein einer Nachrangabrede achten müssen, fallen in den Bereich der Einlagensicherung. Bei allen anderen Anlageformen trifft dies nicht zu, sodass ein Investment schon aus diesem Grund für viele Anleger und Sparer unsicherer erscheint und in der Praxis oftmals auch ist.

Experten gehen davon aus, dass sich zumindest im 1. Halbjahr 2016 keine signifikanten Änderungen beim Zinsniveau ergeben werden. Daher dürfte es auch in den nächsten Monaten so sein, dass Anleger sowohl bei einem Investment in Festgeld als auch in Tagesgeld und Spareinlagen selten eine Rendite oberhalb der Marke von einem Prozent erhalten werden.

Sparfüchse setzen auf staatliche Förderung

Zwar hat die staatliche Förderung in Form der Riester-Rente mitunter einen negativen Ruf, aber dennoch handelt es sich auch für Sparfüchse um eine sehr gute Gelegenheit, staatlich gefördert und regelmäßig Geld anzusparen. Oftmals wird nämlich vergessen, dass die Gesamtrendite bei Riester-Verträgen eben nicht nur in dem durch das Ansparen und die Kapitalanlage erzielten Ertrag besteht, sondern die Zulagenrendite ist ein wichtiger Teil der gesamten Rendite des eingesetzten Kapitals. Insbesondere Familien mit Kindern können so teilweise über 1.​000 Euro im Jahr an Zulagen erhalten, was die Gesamtrendite beim Riester-Sparen deutlich erhöht.

In der Praxis stehen insbesondere die folgenden Sparformen zur Verfügung, die als förderungsfähig gelten:

  • Banksparpläne
  • Bausparverträge
  • Fondssparpläne
  • private Rentenversicherungen

Geldanlage an der Börse: Langfristig investieren mit guter Rendite

Nach wie vor verpassen viele Millionen Anleger und Sparer in Deutschland die Möglichkeit, ihr Geld auf langfristige Sicht betrachtet rentabel zu investieren. Möglich ist dies beispielsweise mit einem Investment an der Börse, denn Aktien bieten langfristig meistens eine sehr gute Rendite an. Darüber hinaus werden an den Börsen natürlich noch weitere Wertpapiere gehandelt, wie zum Beispiel Anleihen, Fonds und weitere Papiere.

Wie sich die Börsen in 2016 entwickeln werden, hängt allerdings von zahlreichen Faktoren ab, die selbst Experten gegen Ende 2015 nicht sicher einschätzen können. Während vor allem die politischen Krisen rund um den Globus eher negative Auswirkungen auf die Börse haben, könnte es unter anderem durch ein stärkeres Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union zu positiven Tendenzen kommen.

Fazit zum Ausblick auf 2016

Zusammenfassend wird es voraussichtlich in den ersten Monaten des kommenden Jahres kaum gravierende Änderungen am Finanzmarkt geben. Für Anleger und Sparer gibt es daher aller Wahrscheinlichkeit nach keine signifikanten Gründe, ihr bisheriges Verhalten zu verändern.

Autor: Finanztexter Oliver Schoch

Redakteur




17. Januar 2016, 16:27

Alternative Geldanlagen - wirklich eine Alternative?

Die Zinsen für sichere Anlageformen, beispielsweise Festgeld oder Tagesgeld, sind schon seit vielen Monaten im Keller. Aktuell erhalten Anleger beispielsweise beim Tagesgeld im Durchschnitt nicht einmal mehr einen Zinssatz von 0,​5 Prozent. Aus diesem Grund sind es immer mehr Kunden, die alternative Geldanlagen suchen. Die Frage ist allerdings, ob diese alternativen Geldanlagen wirklich eine echte Alternative darstellen können.

Sicherheit: Alternative Geldanlagen schneiden oft schlechter ab

Bei einer Geldanlage gibt es grundsätzlich vier besonders wichtige Punkte, durch die sich ein Investment kennzeichnet. Es handelt sich dabei um:

  • Sicherheit
  • Rendite
  • Verfügbarkeit des Kapitals
  • Flexibilität der Geldanlage

Falls Sie sich grundsätzlich für eine alternative Geldanlage interessieren, sollten Sie mindestens anhand dieser vier Merkmale untersuchen, welche Stärken und Schwächen das jeweilige Investment hat.

Bezüglich der Sicherheit schneiden viele Geldanlagen aus dem alternativen Bereich häufig schlechter ab als klassische Anlageprodukte, wie etwa Spareinlagen, Festgelder oder Tagesgelder. Der Grund besteht darin, dass die oftmals gute Rendite fast immer auf Kosten der Sicherheit geht. Als Anleger sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie bei vielen alternativen Investments ein erhöhtes Risiko eingehen.

Rendite: Hier können alternative Geldanlagen punkten

Anders als bei der Sicherheit stellt sich die Situation dar, wenn Sie die alternativen Geldanlagen einmal im Hinblick auf die Rendite betrachten. Hier können zahlreiche Investments im direkten Vergleich mit den verzinslichen und sehr sicheren Geldanlagen definitiv punkten. Beachten Sie allerdings, dass die Erträge bei vielen alternativen Geldanlagen nicht garantiert sind, sondern oftmals vom Gewinn des jeweiligen Unternehmens abhängen.

Flexibilität und Verfügbarkeit des investierten Kapitals

Bezüglich der Flexibilität des Investments sowie der Verfügbarkeit des von Ihnen investierten Kapitals kommt es bei den alternativen Geldanlagen sehr darauf an, für welche Anlageform Sie sich im einzelnen entscheiden. Es gibt kein pauschales Urteil, ob alternative Geldanlagen besonders flexibel und leicht verfügbar sind oder das Gegenteil der Fall ist. Dennoch sollten Sie vor allem darauf achten, ob und innerhalb welchen Zeitraumes Sie Ihr einmal investiertes Kapital wieder abrufen können und ob eine vorzeitige Verfügung zu zusätzlichen Kosten führt.

Fazit zu alternativen Geldanlagen: sowohl Vor- als auch Nachteile

Alternative Geldanlagen, zu denen beispielsweise Nachrangdarlehen, Sachwertanlagen oder außerbörsliche Beteiligungen gehören, sind sicherlich für manche Anleger eine optimale Lösung, was jedoch nicht prinzipiell für jeden Anlegertyp gilt. Punkten können die alternativen Anlageformen oftmals im Bereich der Rendite, während Sie als Anleger vielfach ein erhöhtes Risiko - besonders im Vergleich zu sicheren verzinslichen Anlageformen - eingehen. Daher sollten Sie sich im Detail mit dem Produkt auseinandersetzen und in jedem Einzelfall entscheiden, ob das alternative Investment für Sie die geeignete Lösung darstellt.

Autor: Finanztexter Oliver Schoch

Redakteur




17. Januar 2016, 16:17

Immobilienfinanzierung nicht überstürzen: Zinsänderungsrisiko bedenken

Bereits seit etwa zwei Jahren können die Bürger in Deutschland teilweise sehr günstige Immobilienfinanzierungen durchführen. In den letzten Jahren sind die Bauzinsen im Durchschnitt - je nach Dauer der Zinsfestschreibung - auf teilweise unter 1,​2 Prozent gesunken. Dies hat bereits zahlreiche Alleinstehende und Familien dazu verleitet, den Traum vom Eigenheim zu realisieren. Leider lassen allerdings nach wie vor einige Kreditnehmer das spätere Zinsänderungsrisiko völlig außer Acht, was zu großen Problemen führen kann.

Worin besteht das Zinsänderungsrisiko?

Dass heutzutage im Zuge der Baufinanzierung vor allem sogenannten Volltilgerdarlehen sehr beliebt sind, hat durchaus seinen Grund. Diese Hypothekenkredite sind dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Rückzahlungsdauer des Immobiliendarlehens identisch mit der zwischen Kunde und Bank vereinbarten Zinsfestschreibungsdauer ist. Dies wiederum führt dazu, dass es kein Zinsänderungsrisiko für den Kreditnehmer gibt. Natürlich greifen bei Weitem nicht alle Kreditnehmer auf ein derartiges Volltilgerdarlehen zurück. Der Grund besteht oft darin, dass viele Bankinstitute diese speziellen Immobilienkredite nicht anbieten.

Grundsätzlich stehen zur Baufinanzierung in aller Regel vor allem die folgenden Darlehensvarianten zur Verfügung:

  • klassisches Annuitätendarlehen
  • endfälliges Darlehen
  • Tilgungsdarlehen
  • Forwarddarlehen (nur zur Anschlussfinanzierung)

Das häufig mangelnde Angebot beim Volltilgerdarlehen ist damit zu begründen, dass die durchschnittliche Rückzahlungsdauer bei einem Immobilienkredit nach wie vor bei über 25 Jahren liegt. Viele Kreditinstitute bieten allerdings vor allem die Zinsfestschreibungsdauer für einen Zeitraum von maximal 10 oder 15 Jahren an. Genau aus dieser Differenz zwischen gesamter Rückzahlungsdauer und Zinsfestschreibungsdauer ergibt sich das Zinsänderungsrisiko. Läuft die Zinsfestschreibung beispielsweise im Jahre 2026 ab, müssen die Darlehenskonditionen zu diesem Zeitpunkt neu vereinbart werden. Da das Zinsniveau in zehn Jahren natürlich erheblich höher als heute sein kann, könnte dies zu einer ebenfalls deutlich höheren monatlichen Kreditkarte führen.

Zinsänderungsrisiko reduzieren: Hohe Tilgung und lange Zinsbindung vereinbaren

Es gibt vor allem Wege, um das spätere Zinsänderungsrisiko zumindest teilweise deutlich zu reduzieren. Die eine Möglichkeit besteht darin, mit Abschluss der Baufinanzierung gleichzeitig eine hohe anfängliche Tilgung zu vereinbaren. Dabei sollten Sie natürlich darauf achten, dass Sie die Tilgung nicht so hoch wählen, dass Sie mit der sich daraus ergebenden monatlichen Darlehensrate in Schwierigkeiten geraten. Wenn es jedoch finanziell machbar ist, sind anfängliche Tilgungen zwischen drei und fünf Prozent auf jeden Fall empfehlenswert. Eine Alternative besteht ferner darin, dass Sie mit ihrer Bank eine möglichst lange Zinsbindungsdauer vereinbaren. Der Idealfall wäre hier bei der Immobilienfinanzierung (http:​/​/​www.​focus.​de/​immobilien/​finanzieren/​immobilienfinanzierung-tilgu­ng-und-zinsen-darauf-muessen­-sie-achten_id_4581785.​html) das bereits angesprochene Volltilgerdarlehen. Aber auch eine Zinsbindungsdauer von 15 oder 20 Jahren ist bereits ein großer Schritt, um die spätere Restschuld bei Auslauf der Vereinbarung deutlich zu reduzieren.

Autor: Finanztexter Oliver Schoch

Redakteur



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