06. März 2016, 11:35

Versicherungen - notwendig, sinnvoll oder überflüssig?

In Deutschland gelten die Bürger als durchschnittlich bestens versichert, wobei es teilweise sogar Verbraucher gibt, die schlichtweg überversichert sind. Aufgrund des wachsenden Angebotes wird es für immer mehr Kunden schwer, die überflüssigen von den wichtigen und sinnvollen Versicherungen zu unterscheiden. Der folgende Überblick soll etwas mehr Licht ins Dunkel bringen und einige Versicherungsarten nennen, die auf jeden Fall sinnvoll und wichtig sind, andererseits aber auch einige Versicherungen aufführen, die in nicht wenigen Fällen überflüssig sind.

Die eigene optimale Absicherung ermitteln

Aufgrund der wachsenden Angebote nehmen mittlerweile zahlreiche Verbraucher die Dienste eines Versicherungsmaklers oder Versicherungsberaters in Anspruch. In Zusammenarbeit mit dem Fachmann wird zunächst eine Bedarfsanalyse durchgeführt und dabei geschaut, welche Versicherungen bereits vorhanden sind und welche weiteren Versicherungen für eine optimale Absicherung vielleicht notwendig sind. In diesem Zusammenhang sollten Sie sich allerdings unbedingt für einen neutralen Fachmann und nicht für einen Versicherungsvertreter entscheiden, da dieser fast immer an eine spezielle Versicherungsgesellschaft gebunden ist und daher in dem Sinne nicht neutral beraten kann, sodass vielleicht bessere Angebote anderer Versicherer nicht berücksichtigt werden. Allerdings gibt es durchaus auch die Möglichkeit, dass Sie sich auf eigene Faust informieren und nicht auf einen Versicherungsmakler oder Berater zurückgreifen müssen.

Die wichtigsten Versicherungen im Überblick

In den Bereich der wichtigen und heutzutage oftmals unverzichtbaren Versicherungen fallen in erster Linie private Versicherungen. Dabei soll an der Stelle nur kurz erwähnt werden, dass natürlich das deutsche Sozialsystem bereits viel dafür tut, dass zahlreiche grundlegende Risiken abgesichert sind. Dazu trägt beispielsweise die gesetzliche Krankenversicherung, die gesetzliche Unfallversicherung oder auch die gesetzliche Pflege-und Rentenversicherung bei. Neben dem Sozialversicherungssystem gibt es allerdings noch diverse private Versicherungen, die ebenfalls von großer Bedeutung sind. Dazu gehören vor allem:

  • Privathaftpflichtversicherun­g
  • Kraftfahrzeugversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicheru­ng
  • Hausratversicherung

Neben diesen Versicherungsarten, die im Grunde für nahezu jeden volljährigen Bürger sehr wichtig sind, gibt es noch einige weitere Versicherungen, die ebenfalls sinnvoll und wichtig sind. Allerdings hängt es dabei stets von der individuellen Situation des einzelnen Verbrauchers ab, ob er die entsprechende Versicherung benötigt oder nicht. Ein gutes Beispiel ist die Wohngebäudeversicherung. Diese Versicherung müssen Sie natürlich nicht abschließen, wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung gemietet haben. Für Grundstücks- und Wohnungseigentümer ist die Wohngebäudeversicherung hingegen elementar wichtig, da sie existenzbedrohende Schäden absichern kann. Darüber hinaus gibt es noch weitere Versicherungsarten, die ebenfalls in der jeweiligen Situation des Versicherungsnehmers sehr empfehlenswert sind, wie zum Beispiel:

  • Tierhalterhaftpflicht-Versic­herung (für Hundehalter)
  • Bootsversicherung (für Eigentümer eines Bootes)
  • Grundeigentümerhaftpflicht (für Grundstücksbesitzer)

Sinnvolle, aber nicht zwingend notwendige Versicherungen

Grundsätzlich lassen sich Versicherungen in drei große Gruppen einteilen, nämlich in die (nahezu) unverzichtbaren, die sinnvollen und diejenigen Versicherungen, die für viele Verbraucher nicht sinnvoll oder sogar überflüssig sind. In die zweite Gruppe, also in den Bereich der durchaus sinnvollen Versicherungen, fallen vor allem die folgenden Versicherungsarten:

  • private Unfallversicherung
  • Kinderunfall- oder Invaliditätsversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
  • Zusatzkrankenversicherungen, wie zum Beispiel Zahnzusatzversicherung

Diese Liste ist natürlich nicht vollständig, denn auch hier kommt es in größerem Umfang wieder auf den persönlichen Bedarf und die Situation des Verbrauchers an, welche Versicherung empfehlenswert ist oder nicht. Natürlich gehört ferner auch die Risikolebensversicherung insbesondere für Familien zum empfehlenswerten Schutz, damit die Angehörigen im Todesfall des Hauptverdieners finanziell abgesichert sind.

Nicht unbedingt sinnvolle Versicherungen im Überblick

Natürlich muss jeder Verbraucher selbst entscheiden, welche Versicherung er für sinnvoll hält und welches Absicherungsbedürfnis er hat. Dennoch gibt es manche Versicherungen, die wenig sinnvoll oder sogar überflüssig sind. Ein Hauptgrund besteht meistens darin, dass entweder durch eine andere Versicherung bereits eine Absicherung vorhanden ist oder das Preis-Leistungsverhältnis nicht als gut bezeichnet werden kann. In diese Gruppe fallen manchmal die folgenden Versicherungsarten:

  • Reisegepäckversicherung
  • Insassenunfallversicherung
  • Handyversicherung
  • PC-Versicherung

Selbstverständlich beinhalten auch diese Versicherungen eine gewisse Leistung, die im Schadensfall erbracht wird. Dennoch sollten Sie sehr genau überlegen, ob diese genannten Versicherungen wirklich notwendig sind oder Sie nicht bereits anderweitig abgesichert sind oder der mögliche Schadensfall schlichtweg zu nicht besonders relevanten Kosten führen würde.

Autor: Finanzredakteur Oliver Schoch

Redakteur




06. Februar 2016, 08:48

Berufsunfähigkeitsversicherung - gibt es Alternativen?

Die eigene Arbeitskraft ist wohl das wichtigste Gut, das es bezüglich der finanziellen Sicherheit gibt. Zahlreiche Verbraucher haben mittlerweile erkannt, dass es von großer Bedeutung ist, diese Arbeitskraft gegen einen etwaigen Verlust abzusichern. In finanzieller Hinsicht ist dies problemlos möglich, beispielsweise über eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicheru­ng. In vielen Fällen stellt insbesondere die Berufsunfähigkeitsversicheru­ng eine optimale Lösung dar, um gegen den Verlust der Arbeitskraft und somit gegen die eigene Berufs- oder sogar Erwerbsunfähigkeit abgesichert zu sein. Allerdings kann es aus verschiedenen Gründen passieren, dass man sich gegen den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicheru­ng entscheidet. Dann stellt sich die Frage, ob es sinnvolle Alternativen gibt.

Berufsunfähigkeitsversicheru­ng: optimale Absicherung?

Grundsätzlich ist es immer etwas schwierig, eine Versicherung als günstig oder teuer zu bezeichnen, da es stets auf den Versicherungsumfang und die erbrachten Leistungen ankommt. Bei der Berufsunfähigkeitsversicheru­ng ist es so, dass diese von nicht wenigen Verbrauchern als relativ teuer empfunden wird. Das liegt vor allem daran, dass bei einer größeren Absicherung Monatsbeiträge von über 50 oder sogar mehr als 100 Euro keine Seltenheit sind. Darüber hinaus ist es bei einer Berufsunfähigkeitsversicheru­ng so, dass die Versicherer oftmals schon bei kleinsten Vorerkrankungen einen Beitragszuschlag erheben, der sich mitunter zwischen 10 und 40 Prozent bewegen kann.

Grundsätzlich sind es die folgenden Faktoren, die sich auf den Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicheru­ng auswirken können:

  • Alter des Versicherungsnehmers
  • Gesundheitszustand / Vorerkrankungen
  • Berufsunfähigkeitsrente
  • ausgeübter Beruf

Es gibt in der Praxis zwei Hauptgründe, warum sich Verbraucher gegen eine Berufsunfähigkeitsversicheru­ng entscheiden. Der erste Grund besteht darin, dass der zu zahlende Beitrag tatsächlich den finanziellen Rahmen sprengen würde. Ein anderer Grund ist, dass Versicherer durchaus nicht selten den Antrag auf den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicheru­ng ablehnen, weil aus ihrer Sicht ein zu hohes Risiko besteht.

Dread-Disease-, Erwerbsunfähigkeits- und Grundfähigkeitsversicherung als Alternative

Es gibt in der Praxis mehrere Alternativen zur BU-Versicherung, auch wenn diese in den meisten Fällen nicht ganz so optimal geeignet sind, wenn es vor allem um die Absicherung der eigenen Arbeitskraft geht. In erster Linie sind hier die folgenden drei Versicherungen zu nennen:

  • Erwerbsunfähigkeitsversicher­ung
  • Dread-Disease Versicherung
  • Grundfähigkeitsversicherung

Die Erwerbsunfähigkeitsversicher­ung

Bei der Erwerbsunfähigkeitsversicher­ung ist es so, dass diese vom Beitrag her oftmals günstiger als die Berufsunfähigkeitsversicheru­ng ist. Dafür muss der Versicherungsnehmer aber auch in Kauf nehmen, dass der Versicherer erst dann eine Leistung erbringt, wenn man erwerbsunfähig wird. In der Berufsunfähigkeitsversicheru­ng wird hingegen schon ab Eintritt der Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente gezahlt.

Dread-Disease Versicherung: Absicherung bei schweren Krankheiten

Bei Dread-Disease Versicherung wird nicht direkt die Arbeitskraft abgesichert, sondern es handelt sich um eine Versicherung, die beim Eintritt einer schweren Krankheit eine Leistung erbringt. Diese Leistung besteht in der Zahlung einer Versicherungssumme, die zwischen beiden Parteien (Versicherungsnehmer und Versicherer) frei vereinbart werden kann. Der Vorteil besteht bei der Dread-Disease Versicherung darin, dass die Leistung unabhängig vom Eintritt einer Berufsunfähigkeit ist. Dies ist allerdings gleichzeitig auch ein Nachteil, denn sollte der Versicherungsnehmer berufsunfähig oder erwerbsunfähig werden, heißt dies nicht automatisch, dass eine Leistung aus der Versicherung erwartet werden kann. Stattdessen zahlt die Dread-Disease Versicherung in erster Linie dann die Versicherungssumme aus, wenn beispielsweise schwere Erkrankungen wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgetreten sind.

Grundfähigkeitsversicherung: selten, aber guter Basisschutz

Eine weitere Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicheru­ng kann die sogenannte Grundfähigkeitsversicherung sein. Diese ist in weiten Teilen mit der Dread-Disease Versicherung vergleichbar, jedoch sind es in aller Regel andere Erkrankungen, die über diese Versicherung abzusichern sind. Es handelt sich dabei um sogenannte Grundfähigkeiten, die der Versicherungsnehmer verloren hat. Zu nennen sind hier beispielsweise:

  • Verlust des Augenlichts
  • Verlust des Hörsinns
  • Laufen oder Greifen nicht mehr möglich

Fazit: Versicherungen im Detail vergleichen

Grundsätzlich gibt es auf der einen Seite durchaus Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicheru­ng (https:​/​/​de.​wikipedia.​org/​wiki/​Berufsunf%C3%A4higkeitsversi­cherung). Zur Absicherung der Arbeitskraft ist die BU-Versicherung allerdings nach wie vor die optimale Lösung, sodass beispielsweise Dread-Disease-, Erwerbsunfähigkeits- und Grundfähigkeitsversicherung nur in einigen Fällen sinnvolle Optionen sein können. Es kommt hier allerdings auf den Einzelfall an, welche Versicherung im Bedarfsfall die optimale Lösung darstellt.

Autor: Finanztexter Oliver Schoch

Redakteur




21. Januar 2016, 09:56

Krankenversicherung für Katzen: sinnvoll oder überflüssig?

Aufgrund der zahlreichen Versicherungen, die heutzutage am Markt angeboten werden, wissen vielleicht auch Sie nicht genau, welches der Angebote eigentlich sinnvoll ist und auf welche Versicherung Sie verzichten können. Auf der einen Seite existieren einige Versicherungsarten gibt, die unbestritten für nahezu jeden Verbraucher sinnvoll sind, wie zum Beispiel die Privathaftpflichtversicherun­g, die Berufsunfähigkeitsversicheru­ng und natürlich auch die gesetzliche bzw. private Krankenversicherung. Auf der anderen Seite gibt es aber auch zahlreiche Versicherungsarten, bei denen der Nutzen nicht so eindeutig feststeht.

Tierversicherungen bieten Absicherung für Hund oder Katze

Zu den Versicherungen, die in den vergangenen Jahren durchaus einen höheren Zuspruch verzeichnen konnten, gehören unter anderem die Tierversicherungen. Unter diesem Oberbegriff werden insbesondere die folgenden Versicherungsarten zusammengefasst:

  • Tierhaftpflichtversicherung
  • Tierkrankenversicherung
  • Unfallversicherung für Tiere

In erster Linie handelt es sich um eine Versicherung, die entweder für Hunde oder für Katzen angeboten wird. Während die Tierhalterhaftpflicht-Versic­herung vorrangig für Hunde oder auch Pferde angeboten wird, können sich Katzenbesitzer auch für eine Krankenversicherung entscheiden. Diese wird in aller Regel in zwei Varianten angeboten, nämlich als Vollkrankenversicherung für Katzen sowie als OP-Kostenversicherung. Bevor Sie sich allerdings für eine der zwei Varianten entscheiden, sollten Sie zunächst die vor minus und Nachteile kennen und eine Entscheidung treffen, ob eine Krankenversicherung für Katzen überhaupt infrage kommt.

Die Leistungen der Krankenversicherung für Katzen

Im Prinzip ist die Krankenvollversicherung für Katzen mit einer privaten Krankenversicherung für Menschen vergleichbar. Konkret heißt das, dass die Versicherung - mitunter allerdings nur bis zu einem jährlichen Höchstbetrag - die Kosten für medizinisch notwendige Behandlung Ihres Vierbeiner übernimmt. Ob sich eine derartige Katzen-Krankenversicherung lohnt, hängt auch nach Auffassung von Finanzredakteur Oliver Schoch in erster Linie davon ab, ob die Versicherung im Laufe der Jahre öfter oder bei kostspieligeren Behandlungen beansprucht wird. Bleibt Ihre Katze - was natürlich zu hoffen ist - über viele Jahre hinweg gesund, werden Sie sich eventuell darüber ärgern, dass Sie eine Katzenkrankenversicherung abgeschlossen haben. Dies ist jedoch die Eigenschaft einer jede Versicherung, sodass Sie sorgfältig abwägen sollten, ob Sie in der Krankenversicherung für Katzen eine ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sehen.

Was den Beitrag angeht, so müssen Sie bei der Variante Krankenvollversicherung für Katzen mit Kosten von monatlich durchschnittlich zwischen 15 und 25 Euro rechnen. Dabei sind es insbesondere die folgenden Faktoren, von denen der Beitrag abhängt:

  • Alter des Tieres
  • vereinbarte maximale Leistung pro Jahr
  • individuelle Tarifinhalte

OP-Kostenversicherung als günstigere Alternative

In den meisten Fällen sind es vor allem Operationen, die mit die höchsten Kosten im Bereich der Behandlung von Katzen verursachen. Daher kann die reine OP-Kosten-Versicherung eine gute Alternative zu Krankenvollversicherung für Katzen sein. Der große Vorteil besteht darin, dass die OP-Kostenversicherung schon zu einem deutlich günstigeren Beitrag zu erhalten ist, der sich durchschnittlich zwischen acht und zwölf Euro im Monat bewegt. Auch hier sind es natürlich vor allem die individuellen Tarifmerkmale und die verschiedenen Anbieter, welche zu Unterschieden in den Beiträgen führen. Daher ist es auch in diesem Bereich sinnvoll, einen ausführlichen Vergleich der Katzenkrankenversicherungen vorzunehmen.

Fazit: Entscheiden sollten Sie individuell!

Grundsätzlich kann weder pauschal festgehalten werden, dass die Krankenversicherung für Katzen für jeden Katzenhalter sinnvoll ist, noch wäre es falsch, diese Versicherung pauschal als überflüssig zu bezeichnen. Letztendlich müssen Sie aufgrund Ihrer individuellen Situation selbst entscheiden, ob Sie diese Absicherung haben möchten und Ihre Katze damit auch im Fall einer kostspieligeren Behandlung bestens abgesichert wissen möchten.

Autor: Finanzredakteur Oliver Schoch

Redakteur